Im Rahmen der Investition von Siemens in Höhe von 500 Millionen Euro in die Einrichtung eines modernen, emissionsfreien Forschungs- und Produktionszentrums umfasste die erste Phase des Projekts den Rückbau von drei bestehenden Gebäuden. Bei diesem Projekt spielte Husqvarna Construction eine zentrale Rolle mit der Bereitstellung von zwei DXR-Abbruchrobotern und fortschrittlicher Luftreinigungstechnik. Zusammen mit den Elektrobaggern, -ladern und -brechern von Volvo Construction Equipment sowie der Materialverarbeitungskompetenz von Metzner Recycling konnte das Projekt zeigen, dass ein emissionsfreier Rückbau schon jetzt im industriellen Maßstab möglich ist. Mathias Pfitzenmeier, VP Sales & Services Germany bei Husqvarna Construction, ist überzeugt, dass Projekte wie dieses eine wichtige Rolle bei der Veränderung der Branchenwahrnehmung spielen:
„Pilotprojekte, die die gesamte Wertschöpfungskette umfassen, sind zentral. Sie beweisen, dass emissionsfreie Arbeitsplätze möglich sind, und verdeutlichen das Potenzial für eine flächendeckendere Umsetzung.“
Elektrifizierung macht‘s möglich
In den verschiedenen Projektphasen – von der selektiven Kernsanierung und Schadstoffentfernung bis hin zum kompletten Gebäudeabriss – wurden nur elektrische Maschinen eingesetzt. Im Gebäudeinneren arbeiteten die kompakten Bagger von Volvo zusammen mit den Robotern Husqvarna DXR 145 und DXR 305, um Beton und Mauerwerk im Rahmen eines „selektiven Rückbaus von Innenräumen“ präzise zu zerlegen. Und wie Daniel Lundberg, Global Product Manager bei Husqvarna Construction, erklärt, ist der DXR für diese Art von Arbeit perfekt geeignet:
„Unsere Lösung bietet eine reibungslose und effiziente Möglichkeit, die Aufgabe mithilfe eines Roboters zu erledigen. Er ist so klein, dass er in Innenräumen verwendet werden kann, erzeugt während des Gebrauchs keine Emissionen und bietet große Flexibilität mit vielen Werkzeugoptionen, zwischen denen man leicht wechseln kann – fast wie ein Schweizer Taschenmesser. Am wichtigsten ist jedoch, dass ein Roboter die Arbeitssicherheit erheblich verbessert, sodass der Bediener in sicherer Entfernung stehen und die Maschine per Fernbedienung steuern kann.“
Insgesamt wurden mehr als 12.800 Tonnen Material verarbeitet, wobei 96 % recycelt und im neuen Bauwerk wiederverwendet wurden.
Luftreiniger am Einsatzort
Bei jedem Rückbau- oder Abbruchprojekt ist Staub ein Problem. Er kann nämlich kristallines Siliziumdioxid enthalten, eine gefährliche Substanz, deren kleine Partikel tief in die Lunge eindringen können. Aus diesem Grund ist der effektive Umgang mit Staub und die Verwendung hochwertiger professioneller Staubschutzgeräte von entscheidender Bedeutung. Für das Projekt auf dem Siemens Technology Campus hat Husqvarna Construction Luftfilter eingesetzt, nämlich den A 45 und den neuen A 100. Der Luftfilter A 100 ist das leistungsstärkste Modell und eignet sich perfekt für gewerbliche Bereiche und Baustellen. Er ist ideal für die Betonbearbeitung und Abbrucharbeiten. Stijn Verherstraeten, Senior Vice President, Technology, Product & Operation, kommentiert:
„Unsere Hauptaufgabe als Branchenführer ist es, den Markt weiterzuentwickeln, indem wir die Einsatzgebiete von Staub- und Schlammabsaugern sowie Luftreinigern für Bediener ausweiten. Mit diesem Schwerpunkt werden wir jede Gelegenheit nutzen, um Staubmanagementlösungen vorzustellen, die sich mit unserem restlichen Produktportfolio gut kombinieren lassen.“
Die Ausgestaltung unserer Zukunftsvision
Für Husqvarna Construction ist das Siemens-Projekt sowohl ein Machbarkeitsnachweis als auch ein Handlungsaufruf. Schon jetzt sind mehr als 40 % der Maschinen in der Produktpalette von Husqvarna Construction strom- oder akkubetrieben. Das Unternehmen hat sich das Ziel gesetzt, den Übergang zu Baustellen ohne fossile Brennstoffe zu beschleunigen. Stijn Verherstraeten blickt jedoch nach vorne und nimmt bei seinen Zukunftsplänen eine breitere Perspektive ein. Sein Fazit:
„Dieser vollelektrische Rückbau ist ein starkes Signal an politische Entscheidungsträger, Auftragnehmer und Maschinenbediener gleichermaßen. Zusammen mit unseren Partnern zeigen wir, dass eine nachhaltige und emissionsfreie Baubranche nicht nur ein Traum ist, sondern bereits Wirklichkeit wird.“